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Erster Sieg für Christoph Holstein


Christoph Holstein profitierte von einer Kollision seiner Konkurrenten


Die vierte Challenge um den Schweizer Meistertitel endete mit dem ersten Erfolg für Christoph Holstein, der aus dem sicheren dritten Platz von einer Kollision der beiden führenden Felix Hirsiger und Michal Smidl profitierte und sich das erste Preisgeld von 5000  Franken sicherte. Smidl wurde Zweiter, das dritte Preisgeld ging an Besnik Murtezi. «Schade um Felix», sagte Murtezi sportlich nach dem Jury-Entscheid, Hirsiger als Folge eines Remplers an Smidl auf Platz 4 zu versetzen.




Die Attraktion des Tages war der tschechische Profi Michal Smidl. Er ragt dank 193 Zentimeter mit seiner Körperlänge wie Hirsiger und Holstein heraus und hat zudem die Postur eines Schwingers. Dementsprechend schwer fiel ihm die Umstellung auf die engen Cockpits in Cham: „Wenn ich etwas mehr Platz hätte, wären die Zeiten wohl noch besser sagt er.“ Auch die starken Vibrationen waren neu für ihn: „In unserer Rennklasse vibrieren nur Steuerrad und Pedalen – in der Formula V kommt das Feedback vom ganzen Cockpit“. So bezeichnet er die Verhältnisse im Formel-V-Simulator als „sehr nahe bei der Realität“.

 

Trotz der ungewohnten Bedingungen mischte der 24jährige Tscheche das Feld schon bei seinen ersten Versuchen gehörig auf: Im Training fuhr er Bestzeit, im Rennen lieferte er dem aus der ersten Position gestarteten Felix Hirsiger ein packendes Duell, das erst nach der Kollision endete.  Entsprechend gross bleiben seine Ambitionen: „Ich komme wieder, ich will das Championnat gewinnen“. 





Das Genie


Dies hört Stefan Varga besonders gerne. Dem Slowaken gelang es, Smidl als Fahrer seines „Varga-SimRacing-Teams“ zu verpflichten. Varga und Smidl kennen sich aus den internationalen Online-Championnats: „Wir lernten uns als Konkurrenten kennen und sind nun Freunde“, erzählt Varga. Von Smidl ist er in jeder Beziehung tief beeindruckt: „Egal, welches Steuerrad er in den Händen hält, Michal setzt immer den Massstab. Er ist ein Genie“.


So ist es selbstverständlich, dass im Varga-Team alle für den Star arbeiten – auch der ebenfalls engagierte zweite Tscheche, Tomas Doleze: „Er ist für die technische Unterstützung von Michal zuständig – was Setup, Computer und Software betrifft“, erklärt Varga. 


Der Siegescheck über 5000 Franken bedeutet für Fahrer aus Osteuropa ein besonderer Anreiz. Michal Smidl, der von einem englischen Reporter den Übernahmen „Magic Michael“ erhielt, kennt allerdings noch grössere Preise. Als Gesamtsieger des Virtual-GP-Championnats durfte er im vergangenen Jahr einen Mercedes entgegennehmen – und die Chancen stehen gut, dass sein Wagenpark in diesem Jahr um ein weiteres Edelgefährt ergänzt wird. 

Zuerst will er aber in der Formula V weiter Vollgas geben – ganz zur Freude von Teamchef Stefan Vargas: „Der E-Sport befindet sich in einer enormen Wachstumsphase. Und wir wollten mit unserem Team auf den Zug aufspringen, bevor er richtig losfährt.“


Thomas Renggli, Cham



Michal Smidl erhielt am meisten Aufmerksamkeit. In der Mitte Team-Manager und Racer Stefan Varga.


Rangliste

Circuit de Silverstone

Renntag 4

25.08.2019


Rang

Fahrer

Punkte

Ort

1

Christoph Holstein

25

Hünenberg

2

Michal Smidl

18

Tschechien

3

Besnik Murtezi

15

Birr

4

Felix Hirsiger

12

Erlenbach

5

Dustin Wüest

10

Udligenswil

6

Oliver Holdener

8

Bennau

7

David L'Addomada

6

Illnau-Effretikon

8

Mike Danner

4

Buochs

9

Rok Mrzel

2

Derendingen

10

Simon Danner

1

Buochs